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FJR A Radlager von Dieter Fietze

FJR1300A
(ABS, der Aufbau bei der 1300Classic ist rechts etwas anders)

Da offenbar so mancher Fahrer sich ein wenig schwer tut herauszufinden, welche Lager in den Räder ihren Dienst verrichten, haben wir einfach das Hinterrad ausgebaut um nachzuschauen. Zudem wird immer wieder diskutiert, ob dort Wasser eindringen kann und dadurch die Lager in Mitleidenschaft gezogen werden können. Vielleicht trägt dieser kleine Bericht zur Aufklärung bei.

Nachdem wir die Steckachsenmutter, die Klemmschraube an der Schwinge und die Bremsankerstrebe vom Bremssattel gelöst haben, konnten wir die Steckachse, den Bremssattel und den ABS-Deckel mit Taster entfernen und das Rad herausnehmen.

Auf der in Fahrtrichtung rechten Seite sitzt vor dem Radlager ein Simmerring 40 x 52 x 6, in dem der ABS-Deckel beim Ein- und Zusammenbau eingesetzt wird.

Das Lager (Firma NTN Japan) hat die Bezeichnung 6204 und ist doppelseitig gekapselt. Das heißt, dass die Kugellager werkseitig mit Fett gefüllt, beidseitig gekapselt und gegen Staub und Schmutz geschützt sind. Bei einer Inspektion kann höchsten der Verschleiß der Lager überprüft werden. In den gekapselten Lager wurde seitens Yamaha hochwertiges Fett eingefüllt, so das man davon ausgehen kann, das normalerweise, d.h. ohne Basteleien an den Dichtungen, mindestens eine Laufleistung von 50.000-60.000 km erreicht wird.

Die Bezeichnung 6204 ist eine DIN Bezeichnung und deshalb kann jedes Lager, ob SKF, FAG oder INA, um ein paar deutsche Lagerhersteller zu nennen, verwendet werden. Wichtig ist bei den deutschen Lager die Nachbezeichnung „2Z“ oder „ZZ“. Dies besagt, das die Lager beidseitig gekapselt sind und eine Fettfüllung enthalten.
Übrigens ist "LLU" - steht auf manchen Radlagern und bedeutet nach Auskunft von Jürgen Hübsch, dem deutschen Importeur der japanischen NTN-Lager, "beidseitig schleifende Dichtung" -
 die japanische Bezeichnung, die bei uns in den DIN-Normen "C,CN,C3,C4" heißen, also kann man jederzeit auch auf deutsche Lager mit dem entsprechenden Spiel zurückgreifen.
(Anmerkung UMS: Dieter hatte Herrn Hübsch auf das angebliche höhere Lagerspiel im Radlager der FJR angesprochen. Dazu Herr Hübsch: "aus meiner eigenen Erfahrung kann ich Ihnen sagen, das für ein Radlager noch keiner meiner zahlreichen Motorradkunden ein Lager mit erhöhter Lagerluft eingebaut hat. Dies ist auch nicht notwendig, da im Radlager keine so hohen Temperaturen entstehen".)

Auf der in Fahrtrichtung linken Seite ist das gleiche Kugellager verbaut. Hier ist kein Simmerring vorhanden, da dort bekanntlich die Verzahnung in den Kardanantrieb greift.

Grundsätzlich ist anzumerken, das im eingebauten Zustand die Lager kein Wasser abbekommen können, weil der komplette Radaufbau hinten nicht wie früher üblich mit Distanzstücken ausgeglichen und verbaut wird.

Allerdings ist bei der FJR OHNE ABS, der "Classic", auf der rechten Seite ein Distanzstück vorhanden. Bei diesem Distanzstück, das auch in den Simmerring hineinragt, kann Wasser eindringen, wenn man mit dem Dampfstrahler darauf hält.

Beim Hinterradaufbau der FJR1300A (ABS) ist das nicht möglich, da ja, wie schon erwähnt, der ABS-Deckel auf der rechten und der Kardanantrieb auf der linken Seite alles abdeckt.

Was man auch lesen konnte, war die Rede von Rollen oder Nadeln. Wenn in den Rädern Nadel- oder Rollenlager als Hauptlager verbaut werden würden, hätte man größte Schwierigkeiten axiale Kräfte aufzufangen, die bei einem Motorrad herrschen. Die Nadeln oder Rollen würden im Lager verschränken und fest laufen. Deshalb sind grundsätzlich Kugellager in den Rädern verbaut. Allerdings befindet sich ein weiteres Lager in der Mitte (wie bei der R1), das man jedoch ohne Austreibens der Radlager nicht sichten kann.

Trotz der geschilderten Abdichtungen sollte man vorsichtig mit dem Dampfstrahler umgehen, vor allen Dingen beim Vorderrad, da ist der Zusammenbau ein anderer (links und rechts Distanzstücke, die in die Simmerringe hineinragen) und dort wirken erheblich höhere Kräfte (zwei Bremsscheiben). Da kann die Laufleistung wegen der höheren Belastung etwas geringer ausfallen. Aber das werden wir uns nächstes Mal anschauen.

N

Vielen Dank an Dieter Fietze für seinen Bericht! UMS
P.S.: Meine FJR1300A hat es anstandslos überstanden ;-).

     

@ UMS                 01.02.2004